Wie weit ist die Forschung beim Thema Parkinson?

Das Erforschen von Krankheiten öffnet Möglichkeiten, dass die Therapien wirksamer werden und die Patienten bessere Medikamente erhalten. Parkinson umfasst ein großes Gebiet und hier sind in der Diagnostik neue Wege gefunden worden. Die Ursachen der verschiedenen Symptome liegen an einem Dopaminmangel im Gehirn. Das konnten die Forscher herausfinden und es wurden spezielle Medikamente entwickelt, die den Mangel ausgleichen. Bei der Erkrankung sterben Hirnzellen ab und diese erneuern sich nicht. Diese Zellen ließen sich bisher nicht künstlich erzeugen. In diesem Jahr ist es Forschern in Spanien jedoch erstmals gelungen, dass ihre Versuche glückten. Die direkte Umwandlung von Haut- in Hirnzellen war ihnen möglich. Die neuen Hirnzellen produzierten das notwendige Dopamin. Allerdings betonten die Wissenschaftler, dass es bis zur Behandlung von Betroffenen noch ein weiter Weg sein wird.
Erkenntnisse von Auslösern für die Erkrankung wurden von den Forschern veröffentlicht. So können Insektengifte oder der sogenannte Heuschnupfen Gründe für den Ausbruch der Krankheit sein. Die Wissenschaftler haben jetzt die Hoffnung der Patienten auf die Entwicklung eines Proteins geweckt. Dieses soll dafür sorgen, dass Nervenzellen im Gehirn nicht mehr beschädigt werden. Die Forscher sind damit befasst, ein Medikament zu entwickeln, welches die Wirkung des Proteins nachahmt. Sollte ihnen das gelingen, können viele Parkinsonerkrankte Hoffnung auf Heilung haben. Bei allen Forschungen und dem Wecken von Hoffnung bei den Patienten sollten diese nicht alles glauben. Die Deutsche Parkinson Stiftung warnt eindringlich vor den Ohrkerzen, die mittlerweile wieder angeboten werden. Die Wirkung ist umstritten und eine Behandlung vermag böse Nebenwirkungen hervorzurufen.
Als eine sehr gute Neuerung bei den Medikamenten wird das Dopamin-Pflaster genannt. Dieses ersetzt die Tabletten und arbeitet ähnlich wie ein Nikotinpflaster. Der Wirkstoff wird langsam an den Körper abgegeben. Besonders Patienten mit Schluckbeschwerden erfahren durch das Pflaster eine große Erleichterung bei der Medikamenteneinnahme. Ein weiterer Durchbruch bei der Vorbeugung wird aus Wien gemeldet. Hier geht ein Impfstoff in die erste klinische Phase.




