Wie ist der Verlauf bei Parkinson?

Parkinson ist eine neurologische Krankheit, deren Verlauf häufig schleichend beginnt und langsam fortschreitet. Erste Anzeichen für eine Erkrankung an Morbus Parkinson können Schmerzen in den Schultern, Muskelverspannungen, Müdigkeit und Depressionen sein. Betroffen von den Symptomen bei Parkinson ist eine Hälfte des Körpers. Auf der betroffenen Seite treten im Laufe der Erkrankung Symptome wie Langsamkeit, Steifheit und Ungeschicklichkeit auf. Charakteristisch für die Erkrankung ist das Zittern einer Hand. Außerdem werden die Bewegungen im Allgemeinen langsamer. Im Laufe der Erkrankung verschlimmern sich diese Symptome, bis letztlich auch die zweite Körperhälfte, meist in abgemilderter Form, von den Symptomen betroffen ist.
Die moderne Behandlung bei einer Erkrankung an Morbus Parkinson hat die Lebenserwartung von Betroffenen nahezu normalisiert und die Lebensqualität deutlich verbessert. Die erste Phase der Krankheit unter medikamentöser Behandlung wird deshalb als Honeymoon-Phase bezeichnet. Auch eine völlige Symptomfreiheit ist möglich. Ein Trugschluss ist, dass sich die Patienten wie geheilt fühlen. Werden die Medikamente abgesetzt, treten auch die Symptome wieder auf. Entsprechend bedeutet eine Parkinson-Erkrankung eine lebenslange Medikamenteneinnahme. Die Wirkung der Medikamente ist in dieser Phase über den Tag verteilt ausgeglichen. Regelmäßige ärztliche Kontrollen der Situation des Erkrankten bestimmen die Höhe der Medikamentendosierung. Bei Verschlechterung des Zustandes kann die Medikation dem Fortschritt der Krankheit angepasst werden. Relativ wahrscheinlich ist, dass diese Behandlung auch das Fortschreiten der Krankheit etwas verzögert. Diese recht unkomplizierte Phase des Krankheitsstadiums dauert in der Regel zwischen fünf und zehn Jahre an.
Nach diesem Zeitraum ist durch den Fortschritt der Krankheit eine Speicherung des Dopamins in den betroffenen Regionen nicht mehr möglich. Die Medikamentenwirkung beginnt zu schwanken; die Folge sind unkontrollierte Überbewegungen. Für jüngere Patienten ist das Risiko für diese Symptomatik höher als für ältere Patienten. Auch für dieses Stadium der Krankheit gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten in Form von diversen medikamentösen Kombitherapien, welche imstande sind, die Erhöhung der Lebensqualität häufig bis zum Lebensende sicherzustellen. Das Endstadium der Krankheit tritt heutzutage nur noch in sehr seltenen Fällen auf.




