Was versteht man unter Parkinson und was sind die Symptome?

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Morbus Parkinson ist eine neurologische Erkrankung, bei der es in bestimmten Gehirnregionen an Dopamin mangelt. Es handelt sich hierbei um die häufigste degenerative Erkrankung nach Alzheimer. In 70 bis 80 Prozent der Fälle sind die Ursachen für die Erkrankung an Parkinson unbekannt. Die ersten Beschreibungen der Krankheit finden sich in alten Schriften zwischen 1000 und 1500 vor Christus, in denen Zittern, Steifheit und Bewegungsverarmung der Betroffenen vermerkt sind. Das Zittern der Betroffenen wird später in Schriften der Römer und Griechen ebenfalls erwähnt.

James Parkinson war der erste Mediziner, der die Krankheit anhand sechs eigener Fälle präzise beschrieb und die Ergebnisse seiner Studie im Jahr 1817 veröffentlichte. Seine Vermutung war damals, dass die Krankheit von der Halswirbelsäule ausgeht und er nannte sie "shaking palsy", also etwa "Schüttellähmung". Die Bezeichnung "Parkinsonkrankheit" führte später der französische Neurologe Martin Charcot ein. Seitdem war dieser Name geläufig. Einen Durchbruch in der Behandlung der Krankheit gelang in den 1950er-Jahren, als herausgefunden wurde, dass der Mangel an Dopamin im Gehirn die Ursache für die Erkrankung ist.

Insgesamt lassen sich innerhalb des Krankheitsverlaufs bei Parkinson vier Kernsymptome zusammenfassen, die im Laufe der Erkrankung stärker werden. Akinese beziehungsweise Bradykinese oder auch Hypokinese steht für die allgemeine Bewegungsarmut. Sie ist Voraussetzung für die Diagnose von Parkinson. Betroffen sind nicht nur bestimmte Muskeln, sondern der ganze Körper. Die Sprache wird leiser, Gesichtsregungen finden vermindert statt, Rumpfbewegungen fallen schwerer und die Geschicklichkeit der Hände schwindet. Rigor oder auch Rigidität bezeichnet die auftretende Muskelsteifheit, die aufgrund unwillkürlicher Anspannung der gesamten quer gestreiften Muskulatur entsteht. Sie löst häufig Muskelschmerzen aus. Der Ruhetremor ist das nach außen hin am besten sichtbare Symptom einer Parkinson-Erkrankung. Er steht für das Zittern, das durch die Anspannung gegenwirkender Muskeln entsteht. Es tritt vor allem in Ruhephasen auf. Bei Bewegung nimmt das Zittern ab. Viertes Kernsymptom ist die postulare Instabilität. Durch Störung der Stellreflexe wird der Stand instabiler, Ausgleichsbewegungen finden nur verzögert statt. Das Sturzrisiko ist dadurch erhöht.

Geschrieben von Oliver Schmid

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