Das Krankheitsbild Parkinson

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Ursache der Krankheit Parkinson ist eine Degeneration der Substantia Negra im Gehirn. Diese ist über die Basalganglien an der Steuerung von Bewegungen beteiligt. Der entscheidende Vorgang ist das Zugrundegehen von Neuronen, die Dopamin als Neurotransmitter haben, sodass eine Verschiebung der Relationen der Vorgänge in dieser Region stattfindet, also die cholinerge Komponente überwiegt. Die Folge sind die bekannten Symptome von Parkinson, also Bradykinese, Rigidität, Ruhetremor und postulare Instabilität.

In den meisten Fällen bleibt die Ursache der Erkrankung unbekannt. In 70 bis 80 Prozent der Erkrankungen ist dies der Fall. Diese Form wird als idiopathisch bezeichnet. Bekannte Ursachen können genetische Grundlagen, die Einnahme bestimmter Arzneimittel wie Neuroleptika, einige Antidepressiva, Valproinsäure oder Vergiftungen sein. Das Risiko, die Krankheit zu vererben, ist allerdings sehr gering. Auch bei Vergiftungen als Auslöser der Krankheit ist nur bekannt, dass infolge bestimmter Vergiftungen parkinsonähnliche Symptome auftreten können. Was genau dabei der Hauptauslöser ist, ist nicht näher bekannt.

Das Vorkommen von Parkinson schwankt je nach Region. In China sind von 100.000 Menschen im Schnitt 18 betroffen, in Sizilien 194. Nordamerika und Deutschland liegen bei etwa 160 Erkrankten pro 100.000 Menschen. Insgesamt ergibt das etwa zwischen 150.000 und – je nach angenommener Dunkelziffer und hinzugezogener Studie – bis zu 350.000 Betroffene in Deutschland, also zwischen 0,2 und 0,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Morbus Parkinson ist somit eine der am häufigsten auftretenden neurologischen Krankheiten. Pro Jahr wird von etwa 13.000 Neuerkrankungen hierzulande ausgegangen. Das Risiko, an Parkinson zu erkranken, ist ferner altersabhängig. Zehn Prozent der Erkrankungen treten im Alter zwischen 21 und 39 auf, 30 Prozent der Erkrankten sind unter 50, 40 Prozent zwischen 50 und 60. Insgesamt ist ab einem Alter von 65 Jahren im Schnitt ein Prozent aller Menschen in Deutschland an Parkinson erkrankt. Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es nicht, beziehungsweise sind diese so gering, dass sie statistisch unerheblich sind.

Geschrieben von Oliver Schmid

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