Beeinträchtigtes Sehen bei Parkinson?

Die Sehkraft rückt erst ins Bewusstsein eines Menschen, wenn Probleme und Schwierigkeiten daraus entstehen. Während bei gesunden Menschen die Sehkraft erst im Alter langsam nachlässt, gibt es einige Krankheiten, die auch die Augen beeinträchtigen. Leseschwierigkeiten und Beeinträchtigungen beim Sehen sind Probleme, die bei Parkinson-Kranken häufig schon in den frühen Stadien auftreten. Bisher dachte man, dass vor allem die Medikamente dafür verantwortlich sein könnten. Nach einer Studie in den USA, an der unbehandelte Parkinsonpatienten und eine Kontrollgruppe teilnahmen, weiß man, dass dem nicht so ist.
Einige der Patienten klagten über visuelle Halluzinationen, trockene Augen oder verringertem Lidschlag. Gegen diese Augenprobleme lassen sich zum Teil leicht Lösungen finden. Der verringerte Lidschlag und die trockenen Augen sind gut behandelbar und in der Studie führte man diese Symptome auf eine verschlechterte Qualität der Tränenflüssigkeit zurück. Mit ein paar kleinen Tricks können Parkinson-Kranke dafür sorgen, dass ihnen das Lesen leichter fällt. Ausreichende Beleuchtung und separate Brillen für Fernsicht und Lesen am Rechner sind für Parkinsonpatienten besser geeignet als Biofokalbrillen und mit künstlicher Tränenflüssigkeit lässt sich schnell etwas gegen die trockenen Augen tun. Botulinumtoxin oder eine Augen OP sind Maßnahmen, die ergriffen werden können, wenn die vorherigen Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben. Die visuellen Halluzinationen überraschten die Ärzte der Studie allerdings, denn die Parkinsonpatienten dieser Testreihe erhielten keinerlei Medikamente. Demenz oder einer verringerte Sehschärfe spielten dabei ebenfalls keine Rolle und dieser Befund zeigt auf, dass Parkinson als Krankheit noch lange nicht ausreichend erforscht ist und noch viele Studien angesetzt werden müssen, damit Patienten mit dieser Krankheit besser und schneller geholfen werden kann.




